KINO VORSCHAU MOONRISE KINGDOM
"Moonrise Kingdom", der neue Streich der Regie-Exzentrikers Wes Anderson eröffnete die Filmfestspiele von Cannes 2012. Spicken Sie mit uns rein in einen exklusiven Ausschnitt aus der mit Stars gestopften surrealen Komödie.
Hier geht es zum exklusiven Clip zu "Moonrise Kingdom".
Wes Anderson kriegt sie alle: In "Fantastic Mr. Fox" warfen sich George Clooney und Meryl Streep ins Gras, um die animierten Figuren möglichst realistisch nachsprechen zu können. In "Die Tiefseetaucher" fühlte Anderson ein U-Boot mit Jeff Goldblum, Bill Murray, Owen Wilson, Cate Blanchet und Anjelica Houston. In "Moonrise Kingdom" gibt es einen vollkommen unerwarteten Neuzugang zu Andersons Truppe: Bruce Willis.
Ein unendlich trauriger Polizist
Der Actionheld spielt sichtlich voller Genuss eine Figur, die ganz und gar nicht seinem Image entspricht. Als Captain Sharp sucht Bruce Willis zwei ausgebüxte Kinder auf einer Insel. Bedächtig, mit traurigen Hundeaugen hinter seiner Kassenbrille und leider nicht besonders viel Lichtern im Oberstübchen muss er mit so einigem fertig werden, das ihm Wes Andersons Erfindungsgeist in den Weg legt: Mit einem Pantoffel werfender Anwalt (Bill Murray), einem mit einer Linkshänderschere verletzten Pfadfinder und nicht zuletzt mit seiner Affäre mit der gummistiefeltragenden Frau des Anwalts (Francis McDormand).
Die eigentlichen Stars des Films "Moonrise Kingdoms" sind die jungen Schauspieler Kara Hayward und Jared Gilman, beide zum Zeitpunkt des Drehs zwölf Jahre alt und in ihren ersten Filmrollen als Suzie und Sam. Sie spielen die ausgerissenen Kinder: Sam ist ein Waisenjunge, der aus seinem Sommerpfadfindercamp türmt und Suzie ist die Tochter der Anwaltspaars und fasziniert von dem merkwürdigen Sam.
Surreales Kino in Hochform
Auf gemütlicher Flucht vor anderen Pfadfindern und Captain Sharp schlagen die beiden ein Zelt in einer namenlosen Bucht auf. Doch wie uns ein mehr oder weniger hilfreicher Erzähler (Bob Balaban), der dann und wann durchs Bild stapft erklärt: Ein gefährlicher Sturm zieht heran. Und sowohl die Ausreißer als auch alle Suchenden werden sich bald in dessen Gewalt befinden.
Klingt, um es wissenschaftlich auszudrücken, bekloppt und ist es auch. Gleichzeitig ist "Moonrise Kingdom" ein wunderbares Beispiel modernen surrealen Kinos voller verschrobener Witze, Anspielungen und gezielt gegen ihr Image besetzter Stars.















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